Salama
Salama,
so der Gruß hier auf Madagaskar. So langsam stellt sich bei mir hier eine Routine ein. In jedem Einsatz darf ich die Routine neu entwickeln ( wie ich heute mal wieder festgestellt habe). Mein letzter Einsatz hier in Madagaskar war im März und April letzten Jahres. Da war hier Sommer, Sonne, Sonnenschein, Wärme und laue Abende. Meine Stille Zeit konnte ich im freien auf Deck 8 mit Sonne, Gott und Kaffee genießen.
Jetzt ist „Winter“ im Moment haben wir 18Grad den Abend Spaziergang an Deck vorher hab ich mit Wolljacke und Schal gemacht…
Für Morgen ist eine Stunde Sonne vorhergesagt im Gegensatz zu Ulm, 15h !!!! Aber für meine Arbeit im OP ist das ja eh irrelevant.
Aber so hab ich auch morgens eine neue Routine. Stille Zeit in meiner kleinen Kajüte.
Ich habe meinen kleinen Wasserkocher dabei, ein Glas Jakobs Krönung Löskaffee.
Dies ist eine Gewohnheit die ich letztes Jahr angefangen habe.
Bei den anderen 8 Einsätzen war es unmöglich an das kostbare schwarze Getränk zu kommen ohne schon mit mindestens einer guten Handvoll Menschen dies oder jenes besprochen zu haben….
Nicht immer so hilfreich ;)
Also, ich bin jetzt ziemlich autark was das anbelangt.
Um 6 Uhr morgens klingelt also mein Wecker und ich starte mit Kaffee und Gott. Heute morgen hatte ich eine Sprachnachricht aus Deutschland auf dem Handy. Da wir zu dritt hier in der Kabine sind hab ich also meine Kabelkopfhörer ein gesteckt und die Nachricht abgehört.
Das Handy ließ ich so liegen und während das Kaffeewasser heiß wurde redete ich mit Gott und bat ihn zu mir zu sprechen.
Endlich mit Kaffee und meinem Handy im Bett entschied ich mich auf Youversion der Bibelapp den Vers des Tages zu lesen und die Andacht dazu zu hören. Ich starte auf den Bildschirm, ich sah den Sprecher reden aber ich hörte ihn nicht. Irritiert stellte ich auf lauter aber ich hörte ihn immer noch nicht, was war das das kam mir ziemlich spucky vor.
Da endlich checkte ich. Ich hatte die Ohrstöpsel im Handy eingesteckt aber sie nicht in meine Ohren gesteckt.
Und schon wusste ich Gott hat zu mir gesprochen und mich quasi daran erinnert dass ER immer mit mir reden, mit mir verbunden ist. Es ist mehr die Frage hab ich die Stöpsel im Ohr um IHN zu hören?
Dieser Gedanke beschäftigt mich und fordert mich, im Trubel des Schiffes, der Arbeit, des geselligen mit einander immer mit mind. Einem Stöpsel mit IHM verbunden zu sein, der ER ist es mit mir und auch mit Dir.
Ich hab diese Woche schon einiges geschafft was mich sehr freut. Im OP konnte ich, trotzdem ich jeden Tag regulär gearbeitet habe schon vieles für den Start des PRC vorbereiten. Ich war jeden Tag an der frischen Luft. Gestern Abend sogar schon off Ship zum Eis essen mit noch anderen Kollegen. Ich habe jeden Tag „normale“ Kleidung angezogen.
Während des PRC sind meine Arbeitstage oft so lang, dass ich unter der Woche oft nur meinen Schlafi oder die OP Kluft an habe.
Es ist so, dass wir uns hier an Bord mit der OP Kleidung überall auf halten dürfen. Da bin ich dann manchmal zu faul mich abends nochmal um zu ziehen.
Also ja, so weit eine gute Woche und ich bin dankbar.
Ich war auch schon bei der IT um heraus zu finden warum meine Bilder nicht als Bilder angezeigt werden. Kurzfristig hatte es dann funktioniert aber jetzt leider wieder nicht mehr...vielleicht schaff ich es noch dieses Thema nochmal in Angriff zu nehmen.
Ich schicke viele Grüße, Bettina