Bess´ Reise mit Mercy Ships

Salama

hallöchen Ihr lieben und treuen Blog Leser!!!

ich bin so dankbar euch auf diese Weise mit an Bord zu haben und bin so dankbar, dass ich mein Erleben hier mit euch teilen darf. Dass ihr Interesse habt an meinem Ergehen aber vor allem auch an dem unserer Patienten. Eine Woche mit vielen Stunden im OP ist vorbei und letzten Freitag um halb 9 abends nach dem Abendessen hab ich mich das erste mal richtig müde gefühlt.

Wie gut, dass die Wege auf dem schiff kurz sind und die tägliche dusche auf 2min ppro Person reduziert ist (wir haushalten mit unseren Wasser Resourcen) und so lag ich dann bereits um 21 Uhr im Bett und hab wie ein Stein geschlafen.

Auch wenn ich meinen Job schon so lange mache bin ich doch immer wieder so erstaunt und auch glücklich zu sehen wie OPs das Leben so positiv verändern können. Am Donnerstag hatten wir also unseren ersten "freien Lappen" . Ein fünf jähriger Junge, dessen Wade an den hinteren Obeschenkel angewachsen war und dessen Fuß an das seitliche Sprunggelenk an gewachsen war. Wir haben 2 Muskeln von seinem Rücken entnommen und sie an sein Bein verpflanzt und dann haben wir von beiden Oberschenkeln dünn die Haut abgetragen und die Muskeln damit bedeckt. Das Ergebnis nach ca. 9h OP Zeit war ein gerades Bein welches er hoffentlich bald benutzen kann.

Wie wir es letzes Jahr angefangen haben haben wir uns als gesamtes OP Team am abend zuvor getroffen und die gesamte OP durch gesprochen. Ich war um 5:45 am nächsten Morgen im OP und hab schon bissl "in Ruhe ;) ) vorbereitet. Anästhesie kam um 6:15 mein Team um 6:30 Den Patienten hab ich um 6:45 geholt und um 07:01 war der Patient im OP. Nur eine Minute nach der angepeilten Zeit ;)))) ich kann halt auch manchmal schwer aus meiner Haut ;) Die OP lief super, gutes Team und nach dem ich Mittag essen war hatte ich große Lust an Tisch zu gehen. Heißt ich hab mich steril angezogen und die Instrumente gereicht.....eine Arbeit die ich nach wie vor sehr liebe aber als Team Leader nicht so oft machen kann. Am nächsten morgen war unser keiner Patient bereits besten Appettits und ich freu mich schon ihn um 18:30 bei der Visite zu sehen :))

Am Mittwoch hatten wir eine OP nach gestellt und das Film Team war da. Dazu mal mehr in einem anderen Blog. Am Freitag hatten wir zwei OPs, ein mal den Mann, dessen Nase abgehauen war. Die Rekonstruktion ist wirklich faszinierend. Ein bisschen hier schneiden, ein bisschen da, ein bisschen verschieben, ein bisschen extra Haut aus der Leiste und einen "african flap" von der Schläfe und schon sieht alles anderes aus. Faszinierend.

Gestern war ich auf einer Tagung für Frauen die mal im Gefängnis oder in der Prostitution waren. Mercy Ships besucht regelmäßig das Gefängnis und baut so Kontakte auf und schult die Frauen und unterrichtet sie in der Bibel. Nun sind einige Frauen, die entlassen worden sind auf Mercy ships zugekommen und haben gefragt ob Mercy Ships sie nicht unterstützen kann ein "Handwerk " zu lernen. Daraus ist ein Verein entstanden und die Frauen fertigen Taschen. Ich denke ich werde so ca. 10 Taschen in meinem Gepäck mit bringen können wenn jemande eine will. Sobald ich die Bilder der Taschen habe poste ich sie und dann könnt ihr wählen udn mir das Geld per paypal zu kommen lassen udn ich leite es weiter von meinem crew bank Konto. Anyways, gestern gab es einen "Frauentag" . Die Damen haben Essen bekommen, es gab einen sehr guten geistlichen Input und Workshop zu vielen , für sie relevanten Themen. Eine tolle, faszinierende Arbeit!!!! Zum Leben auf dem schiff gehört das ständige "Hallo" und "Goodbye" Eine schöne Tradition ist es, dass die, die gehen an Dock verabschiedet werden. Es gibt viele Photos, Umarmungen, Abschiedstränen und Gebet. Die, die gehen stellen sich in die Mitte und wir anderen bilden einen Kreis um sie und beten für sie. Besonders ist, dass auch der Kapitän aller meistens mit dabei ist. Dann bilden wir den sogenannten "Segenstunnel" indem wir in einer langen Schlange einen Tunnel bilden, durch den alle die Abreisen laufen. Ich liebe diese Tradition. Heute war ich im Hope Center zum Gottesdienst. Auch sehr schön, einige meiner Patienten zu sehen. Siehe Bild. Das ist Olivia. Sie hatte eine extra Zehe, die wir für sie entfernt haben. Viele Patienten haben davon berichtet was Jesus in ihrem Leben getan hat. Und wie sie Seine Liebe durch Mercy Ships erlebt haben. Sehr berührend!!! Anschließend waren wir (einige Mercyshipler) Essen und sind am Strrand entlang wieder Richtung "home" gelaufen. Es regnet weniger und ist wärmer. Das genieße ich sehr. Für nächste Woche haben wir zwei freie Lappen geplant und ich stelle mich auf eine Woche ein in der ich wenig Kleidung außer meinen OP Klamotten und Schlafi brauche. Aber das ist okay. Ich fühle mich erholt und erfrischt und ready to go.

Kommenden Freitag werden wir nicht operieren. Es ist das sogenannte ship holiday. Alle sechs Wochen gibt es ein langes, freies Wochenende und da ich wieder frei habe!!! werde ich mit Ellen,einer Temalead von Bauch Chirurgie und drei unserer day crew mit Motorrädern an einen schönen Strand für zwei Nächte fahren. Ellen und ich werden für unsere daycrew (Fabrice, Esperalda und Eliane ) einige der Kosten übernehmen, da sie sich das niemals leisten könnten. Auf diesem Weg nochmal herzlichen Dank für die großzügige Unterstützung. Mein Becher fließt über, so dass ihr durch mich meinen einheimischen Kollegen eine unvergessliche Zeit ermöglicht. Gott segne euch reichlich dafür .

Habt eine schöne und gesegnete Zeit,

bis wir uns wieder sehen. Bess

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