Bess´ Reise mit Mercy Ships

ils saint marie

ist auch schön, aber nicht ganz so schön wie die kleine Insel südlich von ils saint marie. Unser Hotel ist größer, mehr Touristen....aber auch schön. Gestern haben wir uns Räder ausgeliehen und ich habe die Fahrradtour meines Lebens gemacht. Ich bin ja keine große Radfahrerin. vier km zur Arbeit und 4 zurück sind so meine Komfortzone. -Ja, das geht schon- Für gestern hatten wir uns eine 40km lange Route ausgeguckt (das 10fache meiner Komfortzone, ja wird schon gehen ;) ) Die Route sollte von der Westküste and die Ostküste rüber gehen und dann Richtung Norden zu dem Mangroven Wald, eine Runde mit dem Kahn durch den Mangrovenwald drehen und dann zurück. sounds like a good plan. Ja, die Wettervorhersage sagte ca. 85% Regenrisiko an und auch Chat GPT meinte er würde einen anderen Tag für die Radtour empfehlen. Aber hey, schau mal, die Sonne scheint und schließlich sind die Vorhersagen nicht immer zuverlässig, oder? Die Route sah eigentlich ganz einfach aus. In der Stadt einmal rechts abbiegen, dann immer geradeaus bis eine links Abbiegung kommt und dann immer gerade aus. -Okay- Irgendwann, als wir auf mega mega kleinen Trampelpfaden unterwegs waren und das Rad bergauf und bergab schoben und fuhren war klar wir hatten einer der zwei Abbiegungen verpasst. Aber hey, die Sonne schien und wir hatten teilweise großartige Aussichten auf den Ozean, kamen durch entlegenste kleine Dörfer. In einem dieser Dörfer öffnete eine Familienvater gerade eine frische Kokosnuss für seine Familie. Nicht zu schüchtern frug ich ob ich die Kokosnuss abkaufen kann und genoss die Elekrolyte (wahrscheinlich wusste ich da schon im Unterbewusstsein, dass ich die heute noch gebrauchen würde. Weiter gings hoch und runter....bis wir letztendlich am Meer unten ankamen, aber nein da war kein Strand und auch keine Strandpromenade, nur ein paar Kähne und ah, da war ein Mann... wir müssen wieder hoch sagte er, zurück ins Dorf und dann zur Bar...okay. Wieder im Dorf schickten wir ein Gebet zum Himmel, dass wir die Bar finden würden und tatsächlich half uns eine Frau und ihre Tochter die ungefähre Richtung zu finden....und tatsächlich, es dauerte nicht all zu lange und wir erreichten die Straße, die wir vorher nicht gefunden hatten. Geschottert war sie und hubbelig war sie und der Allerwerteste fand das alles nicht ganz so prikkelnd, aber hey es gibt nur eine Richtung und die heißt vorwärts. Inzwischen hatte ein toller tropischer Regen eingesetzt und wir waren völlig durchnässt. Trotz allem,wir erreichten unser Ziel aber es war so kalt und naß, dass wir auf die romaniische Mangrovenwald Kahnfahrt verzichteten.

Wir beschlossen weitere 10 km Richtung Nordwesten zu fahren und dann entlang der Westküste zum Hotel zurück zu fahren. Es regnete wieder in Strömen. wir waren von unten bis oben mit rotbraunem Pfützenwasser voll gespritzt. Bergaufbergab holperten wir mit unseren Rädern gen Westen. Endlich, eine geteerte Straße. Die N21 ca. 60 km und evtl 300-400 Höhenmeter später erreichten wir wohlbehalten unser Hotel. Wooohoo, was für ein Abenteuer. niemals hätte ich mir zugetraut so viele Reserven an Kraft und Durchhaltevermögen mobilisieren zu können. Um 17 Uhr lag ich dann geduscht im Bett und hab das Bett erst heute morgen wieder verlassen. Heute genieße ich einen erholsamen Tag im Hotel, gönne meinen müden Muskeln noch eine Massage und steige dann (hoffentlich) heute abend 20:30 in Flieger Richtung Antananariva. Morgen gehts dann ab Richtung Deutschland. Danke, dass du teil meines Einsatzes auf dem Mercy Ships gewesen bist. Danke für alle finanzielle Unterstützung, die meinen Volontären Einsatz möglich gemacht hat. Danke für jedes Gebet für mich, die Patienten, die Crew. Ohne Jesus und Seine Hilfe und Versorgung wäre das alles nicht möglich. Ich freue mich schon sehr einige von euch bereits am Samstag zu sehen :) Bis bald, Bess P.S. das Selfi auf dem ich so fertig aussehe habe ich so ca. 4km vor dem Hotel gemacht. Wollte es euch nicht vorenthalten hahahah....ich war wirklich fertig, aber hey, I made it.

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