Bess´ Reise mit Mercy Ships

Abschied von der Africa Mercy

heute vor einer Woche hab ich mein vorübergehendes zu Hause, die Africa Mercy, verlassen. Irgendwie hatte ich mich dazu noch gar nicht bereit gefühlt und so bin ich sehr dankbar, dass ich zwischen den zwei Welten, einerseits dem Leben und Arbeiten auf dem Krankenhausschiff und dem Leben und Arbeiten in Deutschland noch eine Woche Urlaub geplant habe. Jetz ist es besser :) Nachdem ich die letzte Woche auf dem Schiff ziemlich ausgeschaltet war mit dem Virus kamen am Freitag die Lebensgeister langsam zurück und ich konnte einen sehr schönen Abschiedstag erleben. Nochmal im OP sein, wenn auch nicht zum arbeiten, so doch zum Abschiednehmen und das ein oder andere Schwätzchen halten. Am Freitag Abend war ich dann mit drei anderen Deutschen vom Schiff beim Inder zum Essen. Ein gemütliches, gesprächiges, Beisammensein. Als wir wieder am Schiff angekommen waren wollten wir noch ein Bild zusammen machen und da stelle eine Kollegin fest, dass sie ihr Handy, vermutlich im TukTuk (das gelbe Mororrad Taxi) verloren hatte. Auweia, lange Geschichte kurz, das Handy wurde von jemandem im TukTuk gefunden und auf der Polizeistation abgegeben. -Gott segne diese Person mit diesem unglaublich integren Charakter- Da meine Abreise für halb vier Uhr morgens geplant war, war klar, dass ich nicht wie die anderen MercyShipler von einer großen Menschen Menge an Dock mit Gebet und Segenstunnel verabschiedet werde. Deshalb war ich umso gerührter als sich im Speisesaal spontan einige spontan für mich gebetet haben. Und Ali und Dr. Bob sind sogar nachts um halb vier an Dock gekommen und ich konnte durch ihren Segenstunnel zu dem wartenden Auto gehen. Ich kann sagen, dass ich diesen Einsatz als ganz besonders in Erinnerung behalte. Die Patienten und die Begegnungen mit ihnen während der abendlichen Visite oder wenn ich sie tagsüber zur OP abgeholt habe. Was für ein Privileg bei diesen Lebensverändernden Operationen dabei zu sein. Zu sehen wie Menschen, die aufgrund irgendeiner "Abnormalität" ihren Platz am Tisch der Gesellschaft verloren hatten. Zu sehen wie sie Stück für Stück aufblühen und in ein Neues hineinwachsen. Wie beeindruckend, dass Mercy Ships seine Mission seit fast 50 Jahren erfüllt und Hoffnung und Heilung zu den vergessenen Armen bringt. Das geschieht alles über Spenden und viele viele Volontäre aus aller Welt, die Ihre Zeit und Ihre verschiedensten Gaben mit einem Ziel einsetzten, und ich muss sagen, sehr erfolgreich einsetzen. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal für alle finanzielle Unterstützung. Es besteht auch weiterhin die Möglichkeit Mercy Ships direkt zu unterstützen.

Wie formulierte es ein Freund aus Deutschland heute Morgen so schön. "Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz." Wie recht er hat :) Ich hoffe und plane im kommenden Jahr ab dem 16.05 wieder für 8 Wochen an Bord der Africa Mercy zu sein. Dann wird das Schiff in Togo vor Anker liegen.

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